artscenico
artscenico e.V. - performing arts, ein Produktionslabel für Kunst- und Kulturschaffende
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Allgemeine Daten
artscenico
Name:
artscenico
Künstlerische Tätigkeit:
Theater/Musiktheater
Tanz
Literatur/Autoren

Biographie:
artscenico e.V. ist ein Produktionslabel für Kunst- und Kulturschaffende und ist seit 1991 im In- und Ausland tätig. Die Arbeit konzentriert sich auf Aktivitäten, die Bereiche der Darstellenden Kunst mit anderen Kunstformen zu konfrontieren und in einen neuen Kontext zu stellen, regional, national und international. Mit Ort-spezifischen Inszenierungen, ungewöhnlichen Bühnenkreationen, Interventionen im öffentlichen Raum und interdisziplinären Projekten entwickelt artscenico unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und –formate. Mitglied des IETM (Brüssel) und des Verbandes Freie Darstellende Künste NRW eV

Aktiv seit:
1991

Über ...
Sub-Headline:
artscenico e.V. - performing arts, ein Produktionslabel für Kunst- und Kulturschaffende 
Beschreibung allgemein:
artscenico e.V. ist ein als gemeinnütziger Verein (NGO) organisiertes Produktionslabel für Kunst- und Kulturschaffende und seit 1991 im In- und Ausland tätig. Die Arbeit konzentriert sich auf Aktivitäten, die Bereiche der Darstellenden Kunst mit anderen Kunstformen zu konfrontieren und in einen neuen Kontext zu stellen, regional, national und international. Mit ort-spezifischen Inszenierungen, ungewöhnlichen Bühnenkreationen, Interventionen im öffentlichen Raum und interdisziplinären Projekten entwickelt artscenico unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und –formate.
Seit einigen Jahren konzentriert sich die Arbeit auf das Zusammenspiel von Natur, Kulturpflege und sozialer Partizipation.
 
Theater/Musiktheater
Kategorien:
Sprechtheater
Tanztheater
Musiktheater
Bewegungstheater
site specific theatre
Referenz-Spielorte:
Theater im Depot, Dortmund 
Allgemeine Kritiken, Rezensionen ⁄ Berichte:
Die Dortmunder Kunstvereinigung "artscenico" verwandelte einige Räume des Kolping-Gästehauses in eine Galerie der zerbrochenen Träume. Von der versprochenen neuen Hoffnung war nur wenig zu spüren. Trotzdem boten die Künstler ein spannendes Panoptikum, das im Kopf ein großes Echo auslöst.

Zerbrochen wie die Puppen sind auch die träume der Protagonisten in den Hotelzimmern.

Ein Zimmer als bizarres Mausoleum, voll mit malträtierten Puppen. Nebenan bleiche Zwillinge wie aus einem Horrorfilm, offenbar todgeweiht: Es laufen Al Kaida-Videos, im Schrank blinken scharf gemachte Dynamitgürtel.

Menschen im Hotel. Im Hotel Psycho, das eine Nervenklinik sein könnte. Die Bewohner sind vom Wahnsinn angefressen, der der Wahnsinn unserer Zeit ist. Die „Gallery Of Broken Dreams And New Hope“, am Wochenende im Kolping-Gästehaus in der Silberstraße eingerichtet, entpuppte sich als verstörendes, faszinierendes Gruselkabinett.

Zimmer als Seelenkammern

Rolf Dennemann, Sabina Stücker (Kunstvereinigung „artscenico“) und Monika Ortmann haben eine Installation mit Räumen, Dingen, Menschen eingerichtet, die Unbehagen schürt. Und dabei schön die Schwebe zwischen Rätsel und Lesbarkeit hält. Zimmer als Seelenkammern.
In einer treffen wir einen rastlos brabbelnden Mann. Er philosophiert über Mensch und Auto, über „Erlösung durch Beschleunigung“. Ein Versicherungskaufmann im Gedankenflug der Psychose. Am Telefon heuchelt er Geschäftigkeit, obwohl er keine Kunden hat. Und nimmt Medizin.

Atmosphärische Stärke

Pillen und ein Arztbericht auch auf dem Nachttisch einer Tänzerin in Dessous (Rieke Steierl). Ihre verrenkten, expressiven Posen erzählen von Qual. Entspannungsanleitungen aus dem Radio verfangen nicht. Stumm zieht sich die Frau in einen Schrank zurück.

Atmosphärisch stark, die Puppengruft in Zimmer 230. Grabkerzen brennen, überall Puppen mit Zeichen von Gewalt. Beklemmend. Am Bett liegt Alice Schwarzers Feminismusbibel „Der kleine Unterschied“. Eine Frau (Monika Ortmann) dämmert apathisch vor sich hin, Barack Obamas Stimme spricht von Hoffnung. Auf dem Flur nötigt uns eine Dame in Rot (Maura Morales) zum Bleiben. Wie Leichen auf Polizeifotos hat sie vorher am Boden gelegen. - Kranke Menschen in kranken Zeiten. Ein spannendes Panoptikum, das im Kopf großes Echo auslöst.
 
Preise ⁄ Auszeichnungen:
Preis Theaterzwang 2000 
Produkte (DVD, CD, etc.):
www.artscenico.de