Clemens Berger
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Allgemeine Daten
Clemens Berger
Name:
Clemens Berger
Künstlerische Tätigkeit:
Literatur/Autoren

Biographie:
geboren 1979 in Güssing, aufgewachsen in Oberwart/Felsöör/Erba, studierte Philosophie in Wien, wo er heute als freier Schriftsteller lebt.

Literatur/Autoren
Literarische Tätigkeit:
Prosa/Erzählung
Drama/Stück
Essay/Aufsatz
Roman
Publikationen:
bei Fremdverlagen
in Literaturzeitschriften
Beschreibungen ⁄ Verlage:
edition lex liszt 12, Skarabäus, Residenz, Wieser
manuskripte, Literatur und Kritik, Wespennest, entwürfe, Krautgarten, Am Erker, Lichtungen, Jelenkor (HU), Freibord, Podium
Referenz-Orte
bisheriger Lesungen:
Buchmesse Frankfurt, Buchmesse Leipzig, Wien, Graz, St. Pölten, Wiener Neustadt, Buchmesse Budapest, Universität Szombathely, Oberwart 
Allgemeine Kritiken, Rezensionen ⁄ Berichte:
"Denn Clemens Berger kennt, worüber er schreibt, aus eigener Erfahrung oder Anschauung, und er sucht sich für jeden Stoff die ihm und diesem gemäße Gestalt. Er hält es also nicht mit der Genreliteratur, die die Formen schon parat hält, in die sie ihre Erfindungen gießt. Andererseits hantelt er sich nicht an der eigenen Biografie entlang, die jeweilige Befindlichkeit des Autors ist nur insofern wichtig, als sie ihm die Möglichkeit bietet, versteckte Zusammenhänge aufzuspüren, Gedanken weiterzuspinnen, Sätze oder Bilder in einen sozialen Zusammenhang zu bringen, das Werden und Gewordensein von Charakteren und Situationen darzustellen. Immer wieder geht es um Abhängigkeiten, um Annäherung im Gespräch, um die Bemühung, angehört und wahrgenommen zu werden oder eine Bedrohung abzuwenden, um die Einsicht also, dass die Menschen aufeinander angewiesen sind, und die Neugierde, wie sie damit wohl umgehen. (...) Berger besitzt übrigens auch Humor: Er kann sich, ersichtlich, andere Verhältnisse als die herrschenden vorstellen. (...) Nein sagen, fantasievoll genug sein, um im Fremden das Vertraute zu finden, Spuren von Auflehnung sichtbar machen, auch wenn sie sich nur im Abseitigen äußert, in der fragilen Gemeinschaft von Stammgästen eines Cafés oder von kauzigen Orchideensammlern auf Exkursion, in zielloser Sehnsucht und komplizierter Liebe, in der Weigerung oder Unfähigkeit, ein normales Leben zu führen: davon handeln Bergers Geschichten, und da er sie unbeirrt und mit originellen Mitteln zu Ende führt, ziehe ich vor ihm den Hut, "vom sich leicht nach vorn neigenden Kopf", respektvoll und einigermaßen dankbar." Erich Hackl, Die Presse, 31.1.2004

"Berger ist nicht immer zu trauen. Aber wer möchte schon einem Autor trauen? Solange er so schön zu lesen ist." Wolfgang Weisgram, Der Standard, 28.2.2004

"Dieser erste Roman des 26-Jährigen ist eine Freude. Ein Geschenk für Bauch und Hirn, zum Küssen wie die Antiquarin Ursula Steiner, die eine wunderbare Nebenrolle spielen darf." Peter Pisa, Kurier, 7.1.2006

"Wie es sein kann, wenn Gewöhnliches im Leben ein wenig oder auch sehr stark außer Tritt gerät, schildert Clemens Berger in seinem ersten Roman Paul Beers Beweis auf ebenso eindringliche, wie einfühlsame Art. Es geht um Existenzielles im Episodischen, um Siege und Niederlagen, große und kleine: Der Platz auf dem Mannschaftsphoto und der Ausschluß aus der Berufswelt, die richtigen Tipps bei der Sportwette und die Tränen einer Erwachsenen beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, ein Beisel-Mord im Boulevardblatt und ein türkischer Sieg im WM-Match, der Genuß von Haschischkeksen und die Lust und eine tödliche Aggression danach." Klaus Zeyringer, Literatur und Kritik

"interessante und doch gut lesbare Geschichten aus einer Welt, die so verrückt scheint, dass man sich nicht sicher ist, ob die Vorgänge einer bodenlosen Übertreibung oder einer heillosen Realität entspringen." Klaus Zeyringer, Der Standard, 3.3.2007

"Sucht man/frau Clemens Berger im Buchhandel, landet man/frau zwischen Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard. Eine alphabetische Nachbarschaft, die im Grunde nicht übel ist, und auch der hintergründige und oft auch überdeutliche Humor eines Thomas Bernhard lässt sich in Clemens Bergers Texten finden." Ingolf Erler, Unique

"Zu mein Geburtstog hob i des Buch "Die Wettesser" gschenk kriagt. Dabei iss i gor nit vül und besonders dick . . . no . . . des bin i a nit. I hob des 184 Seitn storke Buch schon fost fertig glesn. A Burgnländer - Clemens Berger hasst a - hot des gschrieb. I sog: Do vageht da Appetit. (...) Herrgott, schau oba!" Anonymus, St. Kanzianer Zeitung

"Clemens Berger legt mit "Die Wettesser" - seinem zweiten Roman - nicht nur eine vielschichtige Gesellschaftsstudie vor, sondern überzeugt auch sprachlich. Spannungsmomente erzeugt er durch stakkatohaften Zeitraffer, nicht selten dreht sich dem Leser bei realistischen Schilderungen zwischen Fressen und Kotzen der Magen um. Gleichzeitig versöhnt er wieder mit liebevollen zwischenmenschlichen Szenen, die die manischen Fleischberge zu Menschen aus Fleisch und Blut machen - und mit Herz. Wenn auch nicht für Tiere." Sonja Harter, APA

"Wie ein würdevoller und behutsamer Umgang mit Menschenleben ausschauen könnte, ohne auch nur das Geringste schönzureden, ist in Clemens Bergers Büchern nachzulesen." Ewald Schreiber, CITY
 
Preise ⁄ Auszeichnungen:
1997 Erster und zweiter Preis »Europa gegen Rassismus, Antisemitismus und Xenophobie« (Dokumentationsarchiv CED der EU)
2000/03 Burgenländischer Jugendkulturpreis
2004 Marktschreiber St. Johann in Tirol
2005 BEWAG-Lyrikpreis (2.)
2005/06 Österreichisches Staatsstipendium für Literatur
2007/08 Österreichisches Staatsstipendium für Literatur
 
Produkte (Buch, CD, etc.):
Der gehängte Mönch. Erzählungen. edition lex liszt 12 2004
Paul Beers Beweis. Roman. Skarabäus 2005
Die Wettesser. Roman. Skarabäus 2005
Miamou oder Daß vier Stunden Schlaf genügen. Hörspiel-CD. edition lex liszt 12 2008.