VADA - Verein zur Anregung des dramatischen Appetits
Neokubofuturistisches Literaturtheater für Cafés und Wirtshäuser
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Allgemeine Daten
VADA - Verein zur Anregung des dramatischen Appetits
Name:
VADA - Verein zur Anregung des dramatischen Appetits
Künstlerische Tätigkeit:
Theater/Musiktheater

Biographie:
VADA und das «Theater der letzten Seite»

VADA agiert seit 2004 von Klagenfurt, Berlin und Moskau aus. VADAs Ziel ist die technische sowie geistige Weiterentwicklung des Sprechtheaters in theoretischen sowie praktischen Hieben. Dabei knüpft VADA vor allem an die Konzepte der Avantgarde der letzten Jahrhundertwende an, die von unseligen und -zähligen Weltkriegen vernichtet wurden. VADA greift die Vorgaben der russischen Kubofuturisten, der Oberiuten und dAdaS sowie die theoretischen Arbeiten Karl Valentins, Paul Scheerbarts, Antonin Artauds und anderer dramatischer Giganten auf – kombiniert sie mit Einflüssen moderner Vorbilder wie Adolfo Assor (Garn Theater Berlin) oder Ljudmila Roshkovan (Teatr-studija Tschelovek) – und generiert daraus den Weg des Theaters in ein neues Jahrtausend.

VADA betreibt dazu ideellen und technischen Austausch mit anderen Theatern. Zu VADAs Partnern gehören das Berliner «Garn-Theater», das «Russische ST/A/R Theater» Berlin, das Villacher Kollektiv «kärnöl», das Mos­kauer «Konzeptuelle Theater Kirill Ganin», die «Sonnenpoeten» (Moskau-Kiev-Wien) u.a.

VADA unterhält enge Kontakte nach Rußland. Als politischer Keimling von VADA entstand 2005 «ONEX», die «Vereinigung deutschprachiger Exilliteraten/Rotte Russland», die mit der Kunst­­produktion von Russlanddeutschen und Europarussen sukzessive «Grenzper­foration» zwischen den beiden Kulturräumen betreibt.

Das «THEATER DER LETZTEN SEITE» ist das Hausensemble von VADA und beschäftigt sich mit der dramatisierten Archivierung der Weltliteratur unter Anwendung der Technik der Plotmontage und der Demokratisierung des Theaters. Im Bewußtsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen von Theaterschaffenden haben die Plotmonteure 2005 ihr Theatermanifest «Das Theater der letzten Seite» verfaßt, das auf allen Auftritten verlesen wird.

Die Plotmonteure Boris Randzio, Felix Strasser, Julia Izmajlova und Daniel Herzig haben ihre bislang sechs Inszenierungen «Zitatnost – ein Fußnotendrama» (2004), «Theater der letzten Seite» (2005), «Genosse Ausländer» (2005), «Dr. Caranthanus’ Octobermanipulation» (2006), «EXrta/AUSdämund» (2007) und «Ja... was... wollen wir nicht Alles!» (2008) in deutscher, russischer und kyrgysischer Sprache in Cafés, Galerien und Theatern in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Russland und der Republik Kyrgyzstan gezeigt.

Mit dem Projekt «Theater für den Herrgottswinkel» bietet das «Theater der letzten Seite» auch Hausbesuche an.

«Der Plotmonteur ist Chef-Archivar des Weltengeistes. Er revitalisiert das Alte Wort mit der Geometrie futuristischer Künstler-In­genieure und der Genußlust des Kosmischen Theaters.»
(aus dem Manifest der Plotmonteure)

Aktiv seit:
2004

Über ...
Sub-Headline:
Neokubofuturistisches Literaturtheater für Cafés und Wirtshäuser 
Theater/Musiktheater
Kategorien:
Sprechtheater
site specific theatre
Lesung/szenische Lesung
Wirtshaustheater
Referenz-Spielorte:
Künstlerhaus Klagenfurt, 7stern Wien, Garn Theater Berlin, Russisches Theater Berlin, Deutsch-Russisches Haus Moskau, Bulgakov-Museum Moskau, Landgasthaus PapitscH, Staatl. Russ. Dramentheater Bishkek, Weltcafé Graz, Solana-Theater Köln, BuschBrand Duisburg, Café Platzl Villach, Stadttheater Klagenfurt, Gängeviertel Hamburg,... 
Allgemeine Kritiken, Rezensionen ⁄ Berichte:
"(...) Es sind die Plotmonteure. Sie montieren diese Durchsichten zu Plottürmen, Gebäuden, zu gei­­stigen Wohnungen, zu Licht- Kraft- Vergnügungs- und Spiegelhäusern. (...) sie sind Montanisten, Höhenstürmer, verdrehen, verspiegeln, vergrößern, verfärben die Löcher um Nuancen, um Schatten oder Lichter. (...) Und machen ohne Bühne die Welt zur Büh­ne. Mit erstaunlichem Inhalt."
(Gösta Maier)
 
Preise ⁄ Auszeichnungen:
2006 Anerkennungspreis des kirgisischen Kulturministeriums für be­son­dere Bemühungen um internationalen Kulturaustausch; 2010 Kulturförderungspreis des Landes Kärnten; Prämie des BMUKK für die Produktion "Nein Naus" (2011)